Tribute to Morgan Rallye in Memorial Rudolf Caracciola

Jeder, der einen Morgan fährt, weiß, dass er einen Klassiker unter dem Hintern hat. Gebaut wie vor 100 Jahren, technisch aber „up to date“ – zumindest was den Motor angeht, der bei den neuen Modellen die EURO 6-Norm locker erfüllt. Ansonsten entspricht die Technik der traditionellen Baureihe ihrem Namen: Starrachse mit Blattfedern und Trommelbremsen hinten, dafür auf regelmäßige Wartung angewiesene Schmiernippel vorne. Verzicht auf neumodische elektronische Helferlein – halt ein klassischer, englischer Roadster, der schon bei der Premiere des letzten „Facelifts“ 1954 eher antiquiert dreinschaute. Das anerkennen auch die Fahrer „echter“ Oldtimer, die – uns entgegenkommend – herzlichst grüßen. Und wir grüßen zurück – so von Morgan zu Klassiker.

Startnummer 75, Team Schönborn - Schönborn im Morgan Plus 8 Le Mans

Startnummer 75, Team Schönborn – Schönborn im Morgan Plus 8 Le Mans

Das einzige, was bislang noch zum Klassiker-Glück fehlte, war die Teilnahmeberechtigung an einem echten Oldtimer-Grand Prix. In dieser Hinsicht können wir persönlich uns nicht beklagen, da wir an jeder Klassiker-Rallye – auch der Mille Miglia – teilnehmen dürften, so wir denn wollten. Allerdings mit besonderer Kennzeichnung lediglich als Presse-Begleitfahrzeug…

Der Medien-Morgan an der Spitze des Teilnehmerfeldes vor dem Start auf der Kasseler Königsstrasse

Der Medien-Morgan an der Spitze des Teilnehmerfeldes vor dem Start auf der Kasseler Königsstrasse

Das werden wir auch in diesem Jahr so halten – und zwar bei dem „Grand Prix in Memorial Rudolf Caracciola“, der heuer zum 3. Mal ausgetragen wird. Bei der Premiere 2013 waren wir übrigens auch dabei… Damals, als die Strecke noch von Kassel über Dresden zurück nach Kassel führte.

Jaguar XK 120 OTS, Bj. 1950 neben Morgan Plus 8, Bj

Jaguar XK 120 OTS, Bj. 1950 neben Morgan Plus 8, Bj

Von Beginn an galt die Devise: „Tribute to Morgan“. Und alle Morgan – jawohl, alle Baujahre und Modelle! Waren damals wie heute startberechtigt.

Wer gerne ein paar Impressionen der Premiere nachlesen möchte, dem sei unser damaliger Blogartikel ans Herz gelegt:

http://www.morgan-news.de/fuenf-morgan-beim-grand-prix-memorial-rudolf-caracciola/

Schon bei der Auftakt-Veranstaltung faszinierten uns die Liebe zum Detail und der Enthusiasmus von Hagen und Edi, den beiden agilen Veranstaltern. Und wir sahen – wie alle Teilnehmer – wohlwollend und verständnisvoll über kleinere organisatorische Pannen hinweg. Schließlich handelte es sich um eine Premiere… In diesem Jahr wird deshalb vieles anders! Zunächst einmal der Streckenverlauf in einer der schönsten Ecken des Freistaates Bayern mit Abstechern ins benachbarte Österreich.

Gespickt mit klassischen Bergrennstrecken sowie der Möglichkeit, dem automobilen Schätzchen auf dem Salzburgring einmal so richtig die Sporen zu geben – oder auch nicht. Eine Zeitvorgabe seitens der Organisatoren bremst den interessierten Piloten hierbei übrigens nicht.

Überhaupt haben die Teilnehmer die Qual der Wahl: Soll es eine knackige, sportliche Rallye mit 50! Wertungsprüfungen sein, oder lässt man es touristisch etwas ruhiger angehen und entspannt sich bei nur 15 Challenges? Wird zur Zeitnahme als mechanisches Instrument die „Sanduhr“ eingesetzt, oder doch lieber moderne Elektronik? Wie und was auch immer – der Spaß wird auf keinen Fall zu kurz kommen!

Als kleiner Appetitanreger für die potenziellen Teilnehmer hier ein kleiner Auszug aus dem Programm:

Donnerstag, 8. September

10:00 – 15:00 Uhr            Technische und administrative Abnahme in Prien am Chiemsee

15:00 – 18:00 Uhr            Stadt-Grand Prix „Schaulaufen“ im Stadtzentrum von Prien

19:30 – 21:00 Uhr            Grillabend am See

Freitag, 9. September

08:30 – 13:00 Uhr            1. Etappe „Berge und Seen“: Reit im Winkl, Ruhpolding, Königssee, Bergrennstrecke am Rossfeld. Die Historie des „Salzbergrennens“ am Rossfeld begann 1925 mit Fahrern wie Hans Stuck Senior und – Rudolf Caracciola! Beim Rossfeldrennen duellieren sich seit 2013 wieder klassische Automobile. Auch Klaus Weiss mit seinem 61er Morgan Plus 4 SS war 2013 im Teilnehmerfeld.

13:00 – 14:00 Uhr            Mittagspause im „Daxlueg“ hoch über Salzburg

14:00 – 18:00 Uhr            2. Etappe Salzburgring mit Zeit für bestimmt 10 – 12 Runden auf der Strecke. Anschließend geht es weiter u.a. zum Gaisberg, wo bereits 1929 Bergrennen stattfanden. Damals siegte Max von Arco-Zinneberg auf Mercedes-Benz SSK. Die Tradition der Bergrennen auf diesem Kurs endete übrigens 1969. Jetzt seid Ihr dran… Das Ziel dieser Etappe befindet sich in Traunstein.

20:00 – 22:00 Uhr            Abendessen im Yachthotel in Prien

Yachthotel Luftbild

Yachthotel Luftbild

Samstag, 10. September

09:00 – 13:00 Uhr            3. Abschnitt über Bayrischzell, Tegernsee, Schliersee, Kesselberg – schon wieder eine klassische Bergrennstecke, auf der sich zwischen 1905 und 1935 mehrfach Rennwagen und ebensolche Motorräder heiße Duelle um Zehntelsekunden lieferten – bis zum Achenpass. Alle, die diese Gegend kennen, wissen, welche landschaftlichen Highlights die Teilnehmer erwarten.

13:00 – 14:00 Uhr            Am Achensee ist eine Mittagsrast eingeplant.

14:00 – 17:30 Uhr            Die 4. Etappe verläuft – über Kufstein zum Walchsee – mit Zieleinlauf in Bernau am Chiemsee, wo die diesjährige Tour enden wird.

19:30 – 21:00 Uhr            Galaabend mit anschließender Siegerehrung im Yachthotel.

 

Insgesamt warten 550 erlebnisreiche Kilometer auf die Teilnehmer in einer Region, die kaum schöner sein kann. Noch gibt es ein paar freie Plätze – in hochkarätiger Gesellschaft mit herrlichen Oldtimern der Jahrgänge 1928 bis 1973. Näheres und Anmeldung unter

http://www.gp-rudolf-caracciola.de/index.php?id=2

Informationen 2016

Informationen 2016

Auch wir freuen uns auf das Wiedersehen mit Hagen und Edi und werden sicher wieder jede Menge faszinierende Fotos von allen Teilnehmern schießen.